Leben im Dreiländereck P-CZ-D:  Der Eiserne Vorhang bewirkte Mauern im Kopf

Die Länder hinter den Mauern nahmen und nehmen wir nicht wahr. Nun kann man in der Ukraine auf Spurensuche gehen, nach der eigenen Vergangenheit, nach den jüdischen Schtedls, nach Schriftstellern aus Schulerinnerungen wie z.B. Paul Celan. Mich selbst reizen Reisen in den Osten derzeit mehr als nach Frankreich oder in die USA.

Dreiländerpunkt CZ, D, P

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Aus der Stadt – aufs Land. Die endlose Weiten Bessarabiens lassen uns den Stress der Zivilisation vergessen. Eine Reise in die bewegte Vergangenheit beginnt: Die 1000-jährige Ortschaft berichtet über den direkten Wasserweg nach Istanbul.

Glorreiches Kosakentum hinterließ hier Spuren, ebenso aktives jüdisches Leben und viel Rebellion aus unterschiedlichen Anlässen. Auf dem Rückweg essen wir gemütlich zu Mittag im Heimatdorf des ersten ukrainischen Kosmonauten, Leonid Kadenjuk.

Symbol für das Ende des türkischen Vormarsches in Europa

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Spuren der assimilierten und orthodoxen Vergangenheit ...

  • jüd. Kulturhaus mit viereckigem Davidstern
  • jüd. Viertel mit kurvenreichen stolprigen Straßen
  • jüd. Friedhof mit sehenswerten alten und neuen Grabsteinen
  • Ruinen des Sitzes des Wunderrabbis Friedman, sein Grab
der jüdische Friedhof

... aber auch Zeugnisse heutigen jüdischen Lebens

  • die genutzte, aber unbewachte Synagoge
  • ein Gespräch mit dem Rabbiner
  • Hilfsorganisationen für alleinstehende bedürftige Senioren
  • seit 1990 wieder aktive jüd. Schule mit 300 Schülern
  • Live: Klezmer – das brilliante Lev Feldmann Orchester, ein beliebter Gast auch im Ausland.
alte jüd. Gasse

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„Gestufte Stadt im grünen Reifrock...“

„...schön und hässlich zugleich...“

„...der Spiegelkarpfen, in Pfeffer versulzt schwieg in fünf Sprachen...“

„..Viersprachenlieder erfüllen die Luft...“

(Rose Ausländer)

Czernowitz

Eine Stadt mit viel Atmosphäre: Geschichte, Architektur, Literatur und selbstverständlich Musik, vielleicht auch Mythos, aber voller Leben.

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Die Revolution „in orange“ hat die Ukraine dem westlichen Teil Europas näher gebracht. Durch ihre Osterweiterung ist die EU an die Ukraine herangerückt. Das Wort „U-kraine“ heißt „am Rande“ – und bekommt so einen neuen Sinn. Für viele Westeuropäer ist eine Reise in die Ukraine bis heute schwer vorstellbar. Und doch ist es ein lohnendes Ziel!

Das Land ist vom Massentourismus noch verschont. Es hat seine abwechslungsreiche landschaftliche Ursprünglichkeit bewahrt. Ein großer landschaftlicher Reichtum bietet sich dem Besucher: Waldkarpaten, Steppenzone bis zur subtropischen Schwarzmeerküste. Die Geschichte der Ukraine ist sehr bewegt und interessant.

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