Der Eiserne Vorhang bewirkte Mauern in unseren Köpfen: Die Länder hinter den Mauern nahmen und nehmen wir nicht wahr. Nun kann man in der Ukraine auf Spurensuche gehen, nach der eigenen Vergangenheit, nach den jüdischen Schtedls, nach Schriftstellern aus Schulerinnerungen wie z.B. Paul Celan. Mich selbst reizen Reisen in den Osten derzeit mehr als nach Frankreich oder in die USA.
Die Revolution „in orange“ hat die Ukraine dem westlichen Teil Europas näher gebracht. Durch ihre Osterweiterung ist die EU an die Ukraine herangerückt. Das Wort „U-kraine“ heißt „am Rande“ – und bekommt so einen neuen Sinn. Für viele Westeuropäer ist eine Reise in die Ukraine bis heute schwer vorstellbar. Und doch ist es ein lohnendes Ziel!
Das Land ist vom Massentourismus noch verschont. Es hat seine abwechslungsreiche landschaftliche Ursprünglichkeit bewahrt. Ein großer landschaftlicher Reichtum bietet sich dem Besucher: Waldkarpaten, Steppenzone bis zur subtropischen Schwarzmeerküste. Die Geschichte der Ukraine ist sehr bewegt und interessant.